CIO-Cheyne-Capital:-UCITS-M&A-Fonds-geplant

Hedgefonds-Spezialist Cheyne Capital bereitet die Auflage eines Mergers & Acquisitions-Fonds vor, der den OGAW-Bestimmungen der EU unterliegt. Damit soll die steigende Nachfrage von Investoren nach liquideren und transparenten Anlagen befriedigt werden.

Der Kreditspezialist aus Großbritannien sieht eine Rückkehr der Merger-Arbitrage nach einem Einbruch während der Kreditkrise und verweist auf die jüngste Fusion des US-Nahrungsmittelkonzerns Kraft (KFT.N) mit dem britischen Schokoladenhersteller Cadbury / CBRY.L.

“Wir verdienen dort definitiv Geld und wir möchten das UCITS-Format,“ erklärte Cheyne Capital's Chief Investment Officer Chris Goekjian auf dem von Reuter veranstalteten Private Equity and Hedge Funds Summit in London.

“Was wir grundsätzlich beobachten, ist die Anpassung der Anlagestrategien der Hedgefonds an die UCITS-Regeln. Merger-Arbitrage ist eines der (anpassungsfähigen) Felder und die Liquidität ist vohanden.“

Die Regulierung durch die EU, bekannt als UCITS III (deutsch: OGAW III) stellt hohe Anforderungen an Transparenz und Liquidität.

Diese haben seit der Kreditkrise an Popularität gewonnen, da viele Anleger ihre Investitionen blockiert fanden, als einige Wertpapiermärkte illiquide wurden und Vermögensverwalter die Rückzahlungen restriktiv handhabten.
Goekjian erläuterte, dass angesichts der Tiefe und Liquidität des Marktes und der Transparenz der Preise, M&A-Strategien als UCITS-konforme Fonds strukturiert werden sollten.

Der M&A-Markt ist für Hedgefonds-Manager zudem lukrativer, als es vor der Kreditkrise der Fall war. Damals versuchten zu große Geldmengen, Renditen aus der gleichen Transaktion herauszuziehen.

“Was man bei einer Merger-Arbitrage heute erzielen kann, und das zeigt uns, wie viel Kapital im Vergleich zu 2008 vorhanden ist, das ist eine positive Rendite (Zusatzertrag) plus den Vorteil eines potenziellen zusätzlichen Bieters,“ führte Goekjian aus.

“Es zeigt uns, dass der relative Kapitalbetrag, der in diesen Situationen heute aufgewendet wird, viel geringer ist, als er es früher war.“

Er konnte noch kein endgültiges Datum für die Auflage des Fonds angeben, aber man hätte damit begonnen und würde es vollenden.

“Wir brauchen ein Anlageprodukt, das die Bedürfnisse unserer Klientel abdeckt,” sagte er.

“Wenn nicht wir, tut es ein anderer.“

Leave a comment

Tosca-und-Cheyne-Capital-bei-fünf-neuen-Newcits-Fonds-vorne

Damit sind wir mit den neuen Auflagen noch nicht zu Ende: Castlestone Management hat eine UCITS-III-konforme Variante ihres Intelligent Portfolio (IQ) Asset Allocation Offshore-Fonds aufgelegt.

Das Erscheinen des Fonds war bereits für letztes Jahr geplant, verzögerte sich aber wegen Schwierigkeiten bei der Anpassung an die UCITS-III-Regelungen. Es ist ein aktiv gemanagtes Portfolio, das in weltweite Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Hedgefonds, Geldmärkte und Immobilien investiert.

Ziel ist langfristig eine absolute Rendite für den Anleger, wobei Diversifizierung über Asset-Klassen eingesetzt wird, um dem Anlegerkapital Schutz und Wachstum zu bieten. Castlestone hat den Fonds entwickelt, um ihn zum Kernstück eines jeden Anlegerportfolios zu machen.

Der Fonds mit Domizil in Dublin verfügt über ein Spektrum an Anteilsklassen, das Sterling- und Euro-Werte umfasst; gegenwärtig sin 40 % in weltweite Aktien, 30 % in alternative Anlagen und 10 % in realen Vermögenswerten investiert, etwa Immobilien und Rohstoffe. Ferner sind 10 % in Rentenwerten und weitere 10 % in Barmitteln angelegt.

Der IQ-Fonds ist das dritte Angebot von Castlestone an seine Anleger, nachdem bereits UCITS-konforme Versionen seines Aliquot Agriculture Fund und des Aliquot Commodity Fund aufgelegt wurden.

Leave a comment

Tosca-und-Cheyne-Capital-bei-fünf-neuen-Newcits-Fonds-vorne

Die Liste der Hedgefonds-Spezialisten, die UCITS-III-konforme Newcits-Fonds auflegen, wird wieder länger, fünf weitere sind bereits angekündigt.

Diese Woche haben Toscafund, der in Frankfurt ansässige Trycon GCM, Cheyne Capital und Castlestone Management ihre Newcits-Pläne veröffentlicht, während Merchant Capital und die spanische Plattform Tressis bei neuen Long-/Short-Fonds zusammenarbeiten wollen.

Laut Reuters plant Toscafund die Auflage einer UCITS-Version seiner 110 Millionen $ Small und Mid Cap Hedgefonds-Strategie als Antwort auf die Nachfrage von Privatkunden.

Sie trägt den gleichen Namen wie der Hedgefonds Tosca Mid Cap und das Unternehmen ist überzeugt, die Strategie könne in einem UCITS-Umfeld nachgebildet werden. Das Unternehmen erklärte, es sei die erste und letzte Auflage eines UCITS.

Ein weiterer alternativer Spezialist, der die Bühne betritt, ist Cheyne Capital, der einen Mergers & Acquisition—UCITS-Fonds auflegen möchte, so Reuters.

Inzwischen führt in Deutschland Trycon einen Long-Short-Fonds ein, nämlich TRYCON Basic Invest HAIG, der bei einer Volatilität von 6-8 % eine Rendite von 8-10 % erzielen will. Der Fonds investiert auf 30 internationalen Märkten, wobei er bei notierten Derivaten von Aktienindices, Zinssätzen, Anleihen und Währungen Long- und Short-Positionen eingeht.

‘Mit der UCITS-III-Struktur erhalten wir uns die Vorzüge einer Absolute-Return-Strategie, während wir die zusätzlichen Vorteile eines gut regulierten Umfelds bieten, insbesondere im Hinblick auf Transparenz und Liquidität,‘ erläuterte Michael Günther, Vorstand von Trycon, zum neuen Fonds.
Andernorts bemüht sich Merchant Capital europaweit um High Net Worth Individuals, vermögende Privatanleger für seinen neuen Long-Short Merchant European Equity Fund. Bei dieser marktneutralen Strategie werden zwanzig Long- und zwanzig Short-Positionen aus einem Bestand von 600 Aktien ausgewählt. Das Bruttorisiko übersteigt nicht die 180 %, während das Nettorisiko innerhalb der Bandbreite von Plus oder Minus 20 % bleibt.

Den Fonds managt Merchant Capital, jedoch steht Robert Maxwell von der spanischen Tressis als Investmentberater zur Verfügung.

‘Wir glauben, dass ein Fonds dieser Art innerhalb der UCITS-Struktur, die Merchant Capital anbietet, bei Anlegern sehr gut ankommt, die beständige Erträge mit geringer Volatilität suchen,‘ ist Maxwell überzeugt.

Merchant Capital, die als Plattform für Hege-Fonds auftritt, die UCITS-Instrumente lancieren möchten, geht davon aus, bei künftigen Neuauflagen in naher Zukunft aktiv mitzuwirken.
‘Der ‘Tressis’-Fonds ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie wir es kreativen Investment-Managern mit umfangreicher operativer und regulatorischer Unterstützung erleichtern können, ihre Anlagestrategien rasch am Markt umzusetzen,‘ sagt George Cadbury, einer der Geschäftsführer von Merchant Capital. ‘Die Gespräche mit einer Reihe anderer Fondsverwaltungen, die sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen, wie sie uns bei der Auflage von UCITS in diesem Jahr einsetzen können, sind bereits sehr weit gediehen.‘

Leave a comment

Tosca-und-Cheyne-Capital-bei-fünf-neuen-Newcits-Fonds-vorne

Die Liste der Hedgefonds-Spezialisten, die UCITS-III-konforme Newcits-Fonds auflegen, wird wieder länger, fünf weitere sind bereits angekündigt.

Diese Woche haben Toscafund, der in Frankfurt ansässige Trycon GCM, Cheyne Capital und Castlestone Management ihre Newcits-Pläne veröffentlicht, während Merchant Capital und die spanische Plattform Tressis bei neuen Long-/Short-Fonds zusammenarbeiten wollen.

Laut Reuters plant Toscafund die Auflage einer UCITS-Version seiner 110 Millionen $ Small und Mid Cap Hedgefonds-Strategie als Antwort auf die Nachfrage von Privatkunden.

Sie trägt den gleichen Namen wie der Hedgefonds Tosca Mid Cap und das Unternehmen ist überzeugt, die Strategie könne in einem UCITS-Umfeld nachgebildet werden. Das Unternehmen erklärte, es sei die erste und letzte Auflage eines UCITS.

Ein weiterer alternativer Spezialist, der die Bühne betritt, ist Cheyne Capital, der einen Mergers & Acquisition—UCITS-Fonds auflegen möchte, so Reuters.

Inzwischen führt in Deutschland Trycon einen Long-Short-Fonds ein, nämlich TRYCON Basic Invest HAIG, der bei einer Volatilität von 6-8 % eine Rendite von 8-10 % erzielen will. Der Fonds investiert auf 30 internationalen Märkten, wobei er bei notierten Derivaten von Aktienindices, Zinssätzen, Anleihen und Währungen Long- und Short-Positionen eingeht.

‘Mit der UCITS-III-Struktur erhalten wir uns die Vorzüge einer Absolute-Return-Strategie, während wir die zusätzlichen Vorteile eines gut regulierten Umfelds bieten, insbesondere im Hinblick auf Transparenz und Liquidität,‘ erläuterte Michael Günther, Vorstand von Trycon, zum neuen Fonds.
Andernorts bemüht sich Merchant Capital europaweit um High Net Worth Individuals, vermögende Privatanleger für seinen neuen Long-Short Merchant European Equity Fund. Bei dieser marktneutralen Strategie werden zwanzig Long- und zwanzig Short-Positionen aus einem Bestand von 600 Aktien ausgewählt. Das Bruttorisiko übersteigt nicht die 180 %, während das Nettorisiko innerhalb der Bandbreite von Plus oder Minus 20 % bleibt.

Den Fonds managt Merchant Capital, jedoch steht Robert Maxwell von der spanischen Tressis als Investmentberater zur Verfügung.

‘Wir glauben, dass ein Fonds dieser Art innerhalb der UCITS-Struktur, die Merchant Capital anbietet, bei Anlegern sehr gut ankommt, die beständige Erträge mit geringer Volatilität suchen,‘ ist Maxwell überzeugt.

Merchant Capital, die als Plattform für Hege-Fonds auftritt, die UCITS-Instrumente lancieren möchten, geht davon aus, bei künftigen Neuauflagen in naher Zukunft aktiv mitzuwirken.
‘Der ‘Tressis’-Fonds ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie wir es kreativen Investment-Managern mit umfangreicher operativer und regulatorischer Unterstützung erleichtern können, ihre Anlagestrategien rasch am Markt umzusetzen,‘ sagt George Cadbury, einer der Geschäftsführer von Merchant Capital. ‘Die Gespräche mit einer Reihe anderer Fondsverwaltungen, die sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen, wie sie uns bei der Auflage von UCITS in diesem Jahr einsetzen können, sind bereits sehr weit gediehen.‘

Leave a comment

Cheyne-Capital-News:-Vielen-Dank-ABS-Gewinne

A genannten Hedge-Fonds von Cheyne Capital Management, die eine Strategie des Kaufens Asset-Backed Securities im Jahr 2008 begann laufen begonnen hat, Gewinne aus diesen Betrieben zu machen, rechtfertigte ihre Entscheidung, den unpopulären strukturierten Produkten an der Unterseite des Marktes zu kaufen.

Shamez Alibhai, Direktor des Queen's Walk Investment, sagte Financial News, dass der Fonds aufkaufen unterbewertet ABS rund 18 Monaten begann, zu glauben, dass der Markt ausgerenkt war. Nach einem anschließenden Kursanstieg der zugrunde liegenden Betriebe, hat der Fonds damit begonnen, einige Gewinne zu realisieren.

Im Januar verkaufte QWIL € 3,4 Mio. ($ 4.64m) von AAA-Anleihen, die auf Hypotheken auf Wohnliegenschaften (Residential Mortgage-Backed Securities) verbunden sind. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag 92,4 Cent im Vergleich zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 74,2 Cent, was einer annualisierten Rendite auf die Investitionen von 28,2%.

Laut der vierteljährlichen Ergebnisse bis zum Ende der 31. Dezember, berichtet das Unternehmen auch einen € 600.000 ($ 800.000) Reingewinn für das Quartal, bzw. € 0,02 pro Aktie, ein Rückgang von 80% ihrer Netto-Gewinn von 3,6 Mio. € oder 0,14 € je Stammaktie für das Quartal zum 30. September.

Gibt in der AAA Raum sind Vertrages ab, da mehr Investoren beteiligen beginnen, sagte Alibhai und Cheyne wird weiter nach unten auf die Kapitalstruktur, um Chancen im Investment-Grade-Mezzanine-Kapital, bewertet zwischen AA und BBB.

Während diese etwas riskantere Investitionen, "es ist die Gefahr, dass wir sehr wohl fühlen", sagte er.

QWIL dauerte einige Abschreibungen auf seinem europäischen Hypotheken-Portfolios, da sie höhere Ausfallraten, die kurzfristig erwartet. Fair-Value-Abschreibungen für das Quartal betrug 2,4 Mio. € auf € 0,6 Mio. von Zuschreibungen für das Quartal im Vergleich endete 30 September 2009.

Mittelfristig sind jedoch niedrige Zinssätze wahrscheinlich Hypothek Kreditnehmern zu helfen, und dies sollte zu einer geringeren Ausfallquote übersetzen.

Alibhai sagte, dass QWIL wird seine Gewinne nutzen, um weiterhin seine Schulden zurückzuzahlen und kaufen neue Anlagen. Er fügte hinzu, dass der Markt für Asset-Backed Securities ist in Liquidität und Transparenz zu gewinnen, wie immer mehr Anleger es geben, aber es ist noch ein langer Weg vom effizienten und das schafft Investitionsmöglichkeiten.

"ABS wird noch ein Wort mit vier Buchstaben bei einigen Investoren sein. Ich glaube nicht, dass wir vollständig abwickeln, um die Haltung ABS seit der Subprime-Krise", sagte er.

Gesamt-Cash-Erträge von € 8,3 Mio. im ersten Quartal erhielt Überschreitung der Prognose von 5 Mio. €. Die Gesamtleistung des Unternehmens-Cash-Position am Ende des Quartals belief sich auf € 13.7bn, verglichen mit einer Prognose von € 10,0.

Das Nettovermögen der Gesellschaft Wert betrug zum Quartalsende 3,69 € pro Aktie auf € 3,75 je Aktie am Ende des Vorquartals verglichen.

Leave a comment

Cheyne-Capital-Personal-auf-den-London-Marathon-erleben

Ich möchte nur all jene Menschen, die mich unterstützt und meine Liebe mit Spenden und guten Wünsche bedanken. Ich sehr genossen, die die Nächstenliebe Kinder in der Krise!
Für alle diejenigen, die gesponsert eine massive danke Ihnen noch einmal, und für diejenigen, die dies noch nicht, es ist immer noch Zeit zu sponsern.
 
Die Actual-Marathon:
Für diejenigen unter Ihnen, die nicht wußten, gelang es mir, meine ITBS und Patellasehne 10 Tage vor dem Rennen Stamm. Im Verlauf der letzten Woche hatte ich eine Reihe von physio-Sessions und 3 Injektionen, die Schmerzen zu lindern.
 
Wenn es nicht für die Liebe, ich glaube, ich würde nie im Rennen teilgenommen haben.
 
Überraschenderweise mein Knie bis gut für die erste Hälfte des Marathons mit den ungeraden leichte Schmerzen hielt hier und da aber leider mein Rennen zu Ende ging, nachdem 16 Meilen. Ich war 1h55 ins Rennen mit guten Absichten der Fertigstellung rund um die Marke 3h10 und meine Knie völlig blies. Ich kam zum Stillstand. Mein Knie war nicht mehr verkraften. Ich trug auf und ging in den letzten 10 Meilen. Es war Seele zerstören zu Fuß mit einer solchen Menge awesome jubelnden jeder auf. Ich beendete das Rennen in 4h09.
 
Glücklich, das Rennen beendet haben!
 
Noch einmal vielen Dank für all die Unterstützung

David – Cheyne Capital

Leave a comment

Cheyne-Capital—Wenn-die-Hedgefonds-zuschlagen






Normal
0




false
false
false

EN-GB
X-NONE
X-NONE













MicrosoftInternetExplorer4


























































































































































Anleger wetten darauf, dass die
europäische Währung durch die Griechenland-Krise noch schwächer wird. Politik
und Justiz wittern eine Verschwörung

 

Als Großinvestor George Soros 1992 erfolgreich das
britische Pfund angriff, wurden Hedgefonds zum Buhmann der Politiker. Heute
müssen sie wieder als Feindbild herhalten. Europa bangt um den Euro, die
Staatsanleihen vieler Mittelmeerländer stehen unter Druck – und Europa nimmt
die Spekulanten ins Visier. Der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker,
drohte Zockern mit „Folterwerkzeugen”, falls sie Griechenland weiter in die
Enge treiben. Und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will den Handel mit
Kreditausfallversicherungen, den Credit Default Swaps (CDS), einschränken.

Mit Wetten gegen griechische Staatsanleihen und den Euro
ließ sich zuletzt viel Geld verdienen. Noch im November 2009 hatte die
Gemeinschaftswährung ein Jahreshoch bei 1,51 US-Dollar erreicht. Seitdem hat
sie mehr als zehn Prozent an Wert verloren und steht nun bei 1,36 Dollar.
Hauptgrund für den Einbruch sind die Finanznöte Griechenlands. Das große
Staatsdefizit und die hohe Verschuldung Athens haben an den Märkten Wetten auf
einen Staatsbankrott ausgelöst, verheerende Folgen für den Euro eingeschlossen.
Wer griechische Staatsanleihen gegen eine Pleite versichern will, muss dafür
drei Mal so viel zahlen wie Ende Oktober. Die Absicherung von Papieren im Wert
von zehn Millionen Euro kostet inzwischen 314 500 Euro, zeitweise betrug die
Prämie sogar 420 000 Euro (Grafik).

Der kräftige Preisanstieg in den vergangenen Monaten
spiegelt das gestiegene Kreditrisiko Griechenlands wider. Entsprechend hohe
Gewinne konnten Investoren mit den Instrumenten machen, die mit einem
vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz erlauben, auf eine steigende
Ausfallwahrscheinlichkeit zu setzen. Experten zufolge haben die CDS-Geschäfte
den Anstieg der Renditen griechischer Staatsanleihen verstärkt. Die Regierung
in Athen muss derzeit für Kredite mit zehn Jahren Laufzeit 2,9 Prozentpunkte
mehr Rendite bieten als die Bundesregierung.

Während Spekulanten durch ihre Käufe die CDS-Prämien in
die Höhe katapultierten, fiel der Wert griechischer Anleihen. Das wiederum
bringt die Käufer der Staatspapiere in die Bredouille: Versicherungen und
Pensionsfonds müssen eventuell Abschreibungen vornehmen. Oder sich sogar von
Papieren trennen, wenn zugleich noch das Rating, also die Bonitätsnote, sinkt.
Das würde die Kurse weiter schwächen und ein Teufelskreis käme in Gang – so wie
im Herbst 2008 mit den Subprime-Papieren, deren immenser Wertverlust
schließlich große Banken in die Knie zwang.

Einige Anleger verabschieden sich allerdings gerade von
ihren CDS-Wetten gegen Griechenland. Denn EU- Kommissionspräsident José Manuel
Barroso sicherte dem hochverschuldete Griechenland Unterstützung zu: „Wir müssen
Solidarität in der Europäischen Union üben”, sagte Barroso in Brüssel. Es gebe
derzeit eine intensive Debatte, wie dem Land im Notfall geholfen werden könne.
Was gut ist für Griechenland, ist aber schlecht für den Euro. Deshalb schichten
Hedgefonds ihre Positionen um, raus aus den CDS-Geschäften. „Es gibt viel
interessantere Wetten”, sagte der Chefstratege der Investmentgesellschaft Cheyne
Capital, Chris Goekjian, auf einem Hedgefonds-Treffen. „Der Euro ist die
bessere Story.” Cheyne verwaltet rund vier Milliarden Euro für seine
Kunden.

Massenhaft setzen professionelle Investoren derzeit auf
einen weiteren Kursrutsch des Euro. An der Terminbörse Chicago beispielsweise
wurden noch nie so viele Kontrakte verkauft, mit denen Anleger vom Abrutschen
des Eurokurses gegenüber dem Dollar profitieren: Die Netto-Verkaufspositionen
des Euro kletterten zuletzt auf 71 600 Kontrakte oder zwölf Milliarden Dollar.
Schon seit Monaten baut sich die negative Stimmung gegen die
Gemeinschaftswährung auf (Grafik) – und drückt deren Kurs. Ein paar versprengte
Anleger bewegen am riesigen Devisenmarkt allerdings nichts. Auf vier Billionen
Dollar schätzt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich den täglichen
Umsatz am Währungsmarkt. Die Zahlen sind vom April 2007. Wer hier Einfluss
nehmen will, braucht tiefe Taschen – und er muss sich mit Gleichgesinnten
verbrüdern. Anfang Februar, berichtete das Wall Street Journal, sollen sich
einige der größten Hedgefonds der Welt darauf verständigt haben, den Euro zu
attackieren. Auf einem „Ideen-Dinner” habe sich die Hedgefonds-Elite darüber
unterhalten, dass der Euro auseinanderbrechen könnte – oder zumindest auf ein
Niveau fallen, bei dem ein Euro genau einen Dollar wert ist. Anwesend sollen
Vertreter von
SAC Capital, Soros Fund Management, Brigade Capital, Paulson & Co. gewesen sein. George Soros ist der Mann, der 1992 das britische Pfund aus
dem Europäischen Währungssystem gekickt hat. Das US-Justizministerium prüft
jetzt den Verdacht, dass sich Hedgefonds Anfang des Monats in Manhattan
verabredet haben, um den Euro-Wechselkurs nach unten zu prügeln.

Aber auch ohne solche Verschwörungen kann sich am
Devisenmarkt ein Trend schnell selbst verstärken: Am Anfang stehen
Hedgefondsmanager wie Soros, die „Global Macro”-Strategien verfolgen, also aus
volkswirtschaftlichen Überlegungen heraus eine angeschlagene Währung angreifen.
Wenn sie dann über Tage und Wochen schwächelt wie der Euro, zieht das die
Trendfolger unter den Hedgefonds an: Systematisch durchkämmen Computerprogramme
Börsendaten auf der Suche nach Trends und folgen ihnen emotionslos. Einige
dieser Fonds bewegen eine Masse Geld – wie AHL, Winton Capital, Aspect Capital
oder Blue Trend. Springen sie auf, sinkt der Euro noch tiefer. Macro-Hedgefonds
verwalten derzeit 289 Milliarden Dollar. Ähnlich wie in einem Schneeballsystem
gewinnen die Spekulanten mit ihren Wetten so lange, wie noch neue Investoren
auf den rollenden Zug aufspringen.

Am Devisenmarkt wurde ein Schneeball losgetreten, der
größer wird.

Leave a comment

Chris-Goekjian-von-Cheyne-Capital-auf-der-griechischen-Krise






Normal
0




false
false
false

EN-GB
X-NONE
X-NONE













MicrosoftInternetExplorer4


























































































































































Kapitalmarkt Spekulanten versuchen aus der misslichen
Haushaltslage europäischer Länder Profit zu schlagen.

Es gibt Wetten, über die man sich sogar in Griechenland
derzeit freuen kann. Vorige Woche war es, da gewann ein 28-jähriger Grieche
drei Millionen Euro in einem Internet-Spielkasino. Doch andere Wetten
beschwören derzeit den Zorn der Bevölkerung und von Politikern herauf. An den
Finanzmärkten wird Geld auf eine Staatspleite des Landes gesetzt. Auch der Euro
wird von Hedgefonds und anderen Spekulanten unter Druck gebracht, um von den
Querelen wegen der griechischen Haushaltslage zu profitieren.

Regierungen in Europa, aber auch die USA sind besorgt,
dass sich die Wetten auf den griechischen Niedergang zu einer selbst erfüllenden
Prophezeiung entwickeln könnten. Allein weil die Zahl der Investoren zunimmt,
die Positionen gegen Griechenland und den Euro aufbauen, könnte sich die
finanzielle Lage des Landes verschlechtern, lautet die Sorge. Denn die Kurse
für griechische Anleihen sind seit Jahresbeginn abgestürzt und machen die
Aufnahme neuer Schulden immer teurer – das könnte letztlich zu einer nicht mehr
zu schulternden Last werden. Auslöser war vor allem der Markt für sogenannte
Credit Default Swaps (CDS), auf deutsch Kreditausfallversicherungen. Mit diesen
Papieren können sich Anleger gegen Zahlungsausfälle schützen. Kann Griechenland
nicht bezahlen, springt der Emittent des CDS ein – meist eine Bank. So können
etwa Fondsmanager ihre Positionen absichern.

Die Preise für griechische CDS waren jedoch seit dem
Jahreswechsel stark nach oben geschnellt. "Wenn man sich die Ausschläge
auf dem Markt anschaut, hat man den Eindruck, dass dort viel schnelles Geld am
Werk ist", sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt der Privatbank M. M. Warburg.
Gekauft hatten wohl Hedgefonds, die allein auf den Kursanstieg der CDS-Papiere
bauten, ohne selbst griechische Anleihen zu haben. "CDS ohne Deckung
spielen eine Rolle", sagt auch Wolfgang Kirsch, Chef der
DZ-Bank. Der Markt müsse
daher so reguliert werden, dass nur Anleger diese Versicherungen kaufen
könnten, die auch in die jeweiligen Anleihen investiert haben. Das meint auch
Volkswirt Klude: "Es kann ökonomische Nachteile haben, wenn allein auf die
Veränderung des Preises gesetzt wird."

Mit harten Daten konnte zwar zuletzt auch die
Finanzaufsicht Bafin nicht belegen, dass solche schädlichen Spekulationen im
Gange waren. Die Politik hat den Markt aber bereits als Ziel für neue Regeln ausgemacht.
Ob die Angst vor Regulierung die Spekulanten bereits im Zaum gehalten hat, ist
unklar. Die Kursausschläge für CDS sind aber in den vergangenen Tagen
zurückgegangen. Griechische Staatsanleihen im Wert von zehn Millionen Euro fünf
Jahre gegen Verlust abzusichern, kostete am Montag 341 000 Euro, ein Siebtel
weniger als in der vergangenen Woche.

Der Preisrückgang könnte jedoch auch andere Gründe haben.
So haben nach Ansicht des Londoner Hedgefonds Cheyne Capital viele
Investoren das Interesse an CDS verloren. Sie spekulierten lieber auf
Kursverluste des Euro, sagt Cheyne-Chefanleger Chris Goekjian. Denn wenn
man nicht nur die Haushaltslage in Griechenland, sondern auch in Portugal,
Spanien und Italien betrachte, biete es sich an, von einem schwächeren Euro
auszugehen. Ein Weg, um das zu tun, ist es etwa, Dollar zu kaufen. Um den
möglichen Gewinn zu erhöhen, setzen gerade Hedgefonds oft zusätzlich geliehenes
Geld ein. Ein Kursrückgang des Euro um fünf Prozent kann dann das
Ausgangsinvestment durchaus verdoppeln.

Ob sich Hedgefonds zu einer Attacke gegen den Euro
verbündet haben, prüft jetzt das US-Justizministerium. Das "Wall Street
Journal" hatte von einem Investorentreffen Anfang Februar berichtet, auf
dem Hedgefondsvertreter einen Rückschlag für den Euro als Szenario diskutiert
hatten. Die Teilnehmer müssen jetzt sämtliche Dokumente rund um ihre
Eurogeschäfte in dem fraglichen Zeitraum für die Behörden bereithalten. Die
Spekulation an sich ist nicht strafbar. Doch die Absprache eines Finanzangriffs
ist es sehr wohl.

Leave a comment

Herzlichen-Glückwunsch!

Wenn Du diesen Artikel lesen kannst, war die Registrierung erfolgreich und Du kannst direkt mit dem Bloggen beginnen. Wir empfehlen, zunächst einmal das Modul zur Abwehr von Kommentar-Spam im Kontrollzentrum zu aktivieren. Ansonsten können durchaus 100 und mehr automatische Spam-Kommentare zu einem Artikel gepostet werden.
Als nächstes sollten ein paar Artikelkategorien angelegt werden. Aber keine Angst, dies kann auch beim Schreiben nachgeholt werden, ohne dass der geschrieben Text verloren geht.

Einige Tipps und Tricks gibt es in den F.A.Q. (Frequently Asked Questions, häufig gestellte Fragen), oder im Hilfe-Forum.

Leave a comment